ROAS

ROAS, Was steckt hinter dieser Abkürzung?

ROAS steht für Return on Advertising Spend. Klingt erstmal nach Marketing-Deutsch, ist aber simpel: ROAS sagt dir, wie viel Umsatz du mit jedem investierten Euro in Werbung erzielst. Beispiel: Du steckst 100 Euro in Google Ads und schreibst damit 400 Euro Umsatz. Dein ROAS ist dann 4. Bedeutet: Für jeden investierten Werbe-Euro bekommst du 4 Euro raus.

Warum ist ROAS für dich wichtig?

ROAS hilft dir, Werbekampagnen auf den Prüfstand zu stellen. Sonst schüttest du Geld ins Werbe-Feuer, ohne zu merken, ob sich das überhaupt lohnt. Stell dir vor, du bewirbst einen Online-Shop für Schuhe. Wenn du 500 Euro für Werbung ausgibst und am Ende nur 300 Euro Umsatz machst, merkst du schnell: Hier verbrennen wir Geld. Ist dein ROAS dauerhaft unter 1, läuft etwas schief. Ab dann zahlst du bei jeder Anzeige drauf. Klingt hart, ist aber oft Realität. Auf lange Sicht überleben nur die Kampagnen, bei denen der ROAS stimmt.

So berechnest du ROAS ganz einfach

Du brauchst nur zwei Zahlen: deinen Werbeumsatz und deine Werbeausgaben. Die Formel geht so:

ROAS = Umsatz durch Werbung / Werbekosten

Ein Beispiel aus unserer Praxis: Ein Möbelhändler investiert 1.000 Euro in Anzeigen und macht damit 3.000 Euro Umsatz. Also 3.000 geteilt durch 1.000 ergibt einen ROAS von 3. Für jeden investierten Euro kommen 3 Euro wieder zurück. Einfacher geht’s nicht.

Die häufigsten Fehler bei ROAS, und wie du sie vermeidest

  • Netto- statt Bruttoumsatz nehmen: Zieh immer Rabatte, Retouren und Stornos ab, sonst ist der ROAS höher, als er wirklich ist.
  • Vergiss die Werbekosten nicht: Rechne alle Ausgaben ein, auch Agenturhonorare und Klickgebühren. Viele lassen das aus und wundern sich später.
  • Falsche Zeiträume vergleichen: Vergleiche immer identische Zeiträume. Sonst hast du Äpfel und Birnen.
  • ROAS mit Gewinn verwechseln: ROAS misst Umsatz, nicht Gewinn. Deine echten Kosten (Einkauf, Lager, Personal) bleiben außen vor.
  • Zu kleine Datenbasis: Ein paar Verkäufe reichen nicht für eine sinnvolle Aussage. Lass die Kampagne erst ein paar Tage oder Wochen laufen, bevor du den ROAS bewertest.

Unser Tipp aus der Praxis: Ab wann lohnt sich ROAS wirklich?

Viele fragen uns: Was ist ein „guter“ ROAS? Die ehrliche Antwort: Das hängt an deinem Geschäftsmodell. Verkaufst du Produkte mit hoher Marge, kann ein niedriger ROAS reichen. Hast du hohe Kosten, brauchst du einen höheren Wert. Als Faustregel gilt: Ein ROAS über 1 bedeutet, du machst mehr Umsatz als du ausgibst. Aber Vorsicht: Umsatz heißt nicht automatisch Gewinn! Zieh alle Kosten ab, bevor du dich zu früh freust. Unser Praxis-Tipp: Stell dir im Vorfeld die Frage, wie viel du nach Abzug aller Kosten pro Verkauf übrig hast. Und erst dann entscheidest du, was für dich ein sinnvoller ROAS ist.

Du willst dich nicht selbst mit ROAS herumschlagen, Fehler riskieren oder Zeit verlieren? Wir übernehmen das für dich, sag einfach Bescheid.

Häufige Fragen zu ROAS

Wie unterscheidet sich ROAS vom ROI?

ROAS misst nur den Umsatz im Verhältnis zu den Werbeausgaben. ROI (Return on Investment) zieht noch alle anderen Kosten ab und zeigt, wie viel Gewinn du machst.

Ab welchem ROAS ist eine Kampagne sinnvoll?

Das kommt auf deine Kostenstruktur an. Ein ROAS über 1 bedeutet zwar mehr Umsatz als Ausgaben, aber erst ab einem höheren Wert kann sich die Kampagne wirklich lohnen.

Kann ich ROAS auch für Offline-Werbung berechnen?

Prinzipiell ja, solange du den Umsatz einer bestimmten Kampagne direkt zuordnen kannst. Das ist bei Online-Werbung oft einfacher, weil alles getrackt wird.

Welche Tools zeigen mir den ROAS an?

Viele Werbeplattformen wie Google Ads oder Facebook Ads zeigen den ROAS direkt im Kampagnen-Dashboard. Wichtig: Kontrolliere, ob die Umsätze korrekt erfasst werden.

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