Disavow-Datei, was steckt dahinter?
Stell dir vor, du bekommst ständig Post von Leuten, mit denen du gar nichts zu tun haben willst. Genau so fühlt sich Google, wenn deine Website von zwielichtigen oder unerwünschten Seiten verlinkt wird. Die Disavow-Datei ist im Prinzip eine schwarze Liste für solche Fälle. Damit sagst du Google ganz konkret: “Diese Links bitte ignorieren, die will ich nicht.” Die Disavow-Datei ist einfach eine Textdatei mit einer Liste von Domains oder einzelnen Links, die du bei Google hochlädst. Fertig, die Bots nehmen diese Links aus der Bewertung raus. Klingt simpel, oder?
Wann macht eine Disavow-Datei überhaupt Sinn?
Nicht jede schlechte Verlinkung ist gleich schädlich. Aber: Wenn zum Beispiel ein SEO-Tool ungewöhnlich viele dubiose Links aus Russland oder aus kryptischen Foren findet, kann das auf Dauer deine Google-Position verschlechtern. Das passiert vor allem, wenn eine Website mal von einem billigen SEO-Anbieter “optimiert” wurde oder Opfer eines Link-Spam-Angriffs war. Mit der Disavow-Datei kannst du dich schützen, bevor Google deiner Seite misstraut oder Rankings abstraft. Aber Achtung: Für saubere, echte Links brauchst du das Tool nicht, nur für die wirklich üblen Fälle.
So gehst du bei einer Disavow-Datei Schritt für Schritt vor
- Erster Schritt: Du prüfst deine Backlinks, am einfachsten per Google Search Console. Menüpunkt „Links“, dann „Externe Links“, hier siehst du, wer auf deine Seite verweist.
- Verdächtige Links notierst du dir. Typisch: Webseiten mit Casino-Themen, Porno, Spam-Foren oder komplett fremde Sprachen.
- Du legst eine einfache Textdatei an (z. B. notepad.txt). Jeder Link oder jede Domain kommt in eine eigene Zeile, nach dem Muster „domain:beispielseite.com“ oder „https://www.spamlink.de/schrottlink“.
- Jetzt lädst du diese Datei in der Google Search Console hoch. Menüpunkt „Disavow Links Tool“ nutzen und die Datei auswählen. Fertig.
- Wichtig: Google bearbeitet diese Anweisung, aber das dauert meist mehrere Wochen. Es gibt keine Fehlermeldung, wenn du dich vertippst, darum immer doppelt prüfen.
Typische Stolperfallen mit Disavow-Datei, und wie du sie vermeidest
- Zu viele gute Links ignorieren: Wer blind Domains auf die Liste setzt, schadet sich schnell selbst. Nimm nur die raus, die wirklich fragwürdig sind.
- Dateiformat verhauen: Die Disavow-Datei muss „.txt“ sein, ohne Formatierungen, sonst schluckt Google sie nicht.
- Denken, das wirkt sofort: Es kann etliche Wochen dauern, bis Google die Änderung bemerkt und im Ranking sichtbar macht.
- Falsche Links eintragen: Tippfehler, fehlendes „domain:“ oder falsche Adressen führen dazu, dass die Datei ins Leere läuft.
- Disavow für einzelne Unterseiten statt Domains: Wenn möglich, immer ganze Spam-Domains blocken, sonst taucht der Müll über neue Unterseiten wieder auf.
Du willst dich gar nicht erst mit Disavow-Dateien und Google-Richtlinien herumärgern, Fehler riskieren oder Zeit verlieren? Dann übernehmen wir das für dich, melde dich einfach und wir kümmern uns darum.
Häufige Fragen zu Disavow-Datei
Wie erkenne ich, ob ich eine Disavow-Datei brauche?
Wenn du einen plötzlichen Ranking-Verlust siehst, viele Links aus unseriösen Quellen hast oder ein SEO-Tool Warnungen ausspuckt, kann sich eine Disavow-Datei lohnen. Im Zweifel einmal kurz prüfen lassen.
Kann ich mit einer Disavow-Datei alle schlechten Links löschen?
Nein, die Links verschwinden nicht, sie werden nur von Google bei der Bewertung deiner Website ignoriert. Die Seiten verlinken weiter, aber Google zählt es nicht mehr mit.
Was passiert, wenn ich aus Versehen einen guten Link in die Disavow-Datei setze?
Dann kann es passieren, dass du an Sichtbarkeit verlierst, weil Google diesen wertvollen Link nicht mehr berücksichtigt. Darum immer sorgfältig prüfen, was in die Liste kommt.